[GW2] Stresstest

Hab jetzt ein bisschen überlegt, ob ich darüber überhaupt bloggen soll, weil das Ganze nicht wirklich lange gedauert hat, da es ja kein Beta Wochenende war, sondern nur ein achtstündiger Belastungstest, aber ich habe ein paar Screenshots gemacht, die ich zeigen will – und außerdem muss ich einfach ein bisschen mein Fangirl  rauslassen ;) .

Als jemand, der sich wirklich schon oft über asoziales Verhalten anderer Spieler geärgert hat – wer mein Blog schon länger verfolgt, weiß das ;) – geht mir wirklich das Herz auf, wenn ich sehe, wie gut das Zusammenspielen in Guild Wars 2 klappt. Stirbt ein Mitspieler, stürzen sich sofort mehrere Leute darauf, ihn zu rezzen. Und ich habe mich auch selbst schon dabei ertappt einen Umweg zu laufen, weil ich auf der Karte gesehen habe, dass jemand tot ist :D . Auch ganz toll ist, wie natürlich man im Pulk von einem Ort zum anderen rennt, einfach weil es nur Vorteile hat. Ich liebe diese Art zu Spielen :3: .

Überhaupt verliebe ich mich immer mehr in Tyria, ich finde die Grafik wunderschön, die Welt ist wunderbar lebendig und ArenaNet geben mir über Facebook, Twitter und ihr Blog immer wieder das Gefühl, dass sie das Feedback ihrer Spieler zu schätzen wissen und alles Mögliche tun, damit alle Spaß mit Guild Wars 2 haben werden :) . Zumal ich Vieles schon jetzt sehr gut gelöst finde.

Aber genug von der Schwärmerei, ich wollte euch ja noch erzählen, was ich diesmal so in Tyria getrieben habe :) .
Als erstes habe ich mir mal die Berufe angeschaut und mit meiner Nekromantin Schneiderei gelernt. Was mir dabei gut gefallen hat, man kann von Anfang an acht Platz Taschen herstellen (die Taschen, die man kaufen kann, haben vier Plätze). Und zwar nicht nur als Schneider, sondern auch Lederer und Schmiede haben ihrer Version der acht Platz Behälter. Auch toll fand ich: je mehr Dinge man von einer Art herstellt, umso schneller geht es. Nicht wie in anderen Spielen, wo man erstmal eine halbe Stunde afk gehen kann, wenn man z.B. hundert Stücke Erz verhütten will. Ansonsten bin ich gespannt wie gut sich später die ganzen Rezepte entdecken lassen. Könnte mir vorstellen, dass ich damit einiges an Zeit verbringen werde, neue Kombinationen zu probieren und hoffen, dass ich so auf ein Rezept stosse :) .

Danach habe ich mir nochmal einen weiblichen Charr erstellt, weil ich mit dem Aussehen meines ersten nicht zufrieden war. Diesmal habe ich auch tatsächlich einen erstellen können, der mir vom Aussehen her gefallen hat – sogar so gut, dass ich inzwischen neben dem geplanten Asura, Sylvari und Norn, auch noch einen Charr spielen will Oo , wenn das Spiel veröffentlicht wird. Was mir außerdem gefällt: die weiblichen Charr haben keine Brust. Ich habe nichts gegen Brüste, aber ich fand es in bisherigen Spielen schon etwas merkwürdig, dass Tierrassen immer riesige Brüste haben mussten. Schön, dass es hier nicht so ist.

Als Klasse wählte ich einen Elemantarmagier, weil ich das einfach mal ausprobieren wollte – und war sehr schnell angetan von der Klasse – so sehr, dass ich schwer am Überlegen bin, ob mein Main nicht doch Elementarmagier werden soll. Eigentlich wollte ich ja einen Waldläufer spielen – aber den Magier fand ich fast spannender. Besonders als ich mich fürs PvP angemeldet habe, so sofort auf 80 gehoben wurde und alle Fähigkeiten zur Verfügung hatte. Da ich bisher am liebsten Heiler in MMOs gespielt habe, gefallen mir natürlich am besten die Heilmöglichkeiten des Elementarmagiers.

Als absoluter PvP Honk muss ich gestehen, dass ich wirklich Spaß an den “Schlachtfeldern” hatte. Die Kämpfe sind sehr dynamisch, weil man im Laufen zaubern kann, zudem spielen die Leute deutlich besser zusammen, weil das Rezzen natürlich auch dort funktioniert – und die Gegner nicht gleich tot sind, da man ja um sein Überleben kämpfen kann.
Hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht – vielleicht werde ich in Guild Wars 2 doch noch zum PvP Spieler ;) .

Ach so, vielleicht sollte ich noch etwas über den Belastungstest an sich sagen. Auch hier kann ich nur schwärmen, obwohl wirklich viele Leute online waren, liefen die Server astrein. Das Einloggen ging ohne Probleme ab 20 Uhr und auch danach hatte ich nicht ein Lag oder einen DC. Besser kann man es in meinen Augen nicht machen :) .

Recht viel mehr kann ich dann auch gar nicht mehr berichten – ich hoffe es kommt bald das nächste Beta Wochenende – oder noch viel besser, das Spiel wird veröffentlicht, freue mich so sehr darauf Tyria mit meinem richtigen Charakter zu erleben :) .

[Sonstiges] To the Moon

Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich ein kleines Spiel durchgespielt habe, welches mich so beeindruckt hat, dass ich euch gerne davon berichten will. Wobei es “Spiel” gar nicht so genau trifft, da man die Figuren zwar steuert und teilweise auch kleine Rätsel lösen muss, aber eigentlich ist das Ganze eher ein kleiner Pixelfilm mit einer unheimlich tollen und sehr bewegenden Geschichte.

Das Spiel nennt sich To the Moon, ist bei Freebird Games erschienen und soll wohl bald auch über Steam erhältlich sein. Es kostet knapp 10 Euro – die meiner Meinung nach jeden Cent wert sind. Wer nicht gleich die Katze im Sack kaufen will, kann sich auf der Webseite auch erstmal eine Demo herunterladen, mit der man das Spiel eine Stunde lang spielen kann.

Doch worum geht es in To the Moon eigentlich? Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts erfüllen die letzten Wünsche von sterbenden Menschen, in dem sie in deren Erinnerungen reisen und diese verändern. Der Sterbende im Spiel ist Johnny, dessen größter Wunsch es ist, zum Mond zu fliegen bzw. eigentlich auf dem Mond gewesen zu sein. Warum er dort unbedingt hinwill, daran kann er sich nicht erinnern. Also reisen die beiden rückwärts durch seine Erinnerung um diese umzuschreiben, wobei wir sie begleiten dürfen.

Ich will euch hier nichts vormachen, die Grafik ist absolut nicht auf der Höhe der Zeit, die flapsigen Witze der zwei Doktoren fand ich teilweise etwas nervig – aber trotzdem hat mich dieses Spiel wirklich verzaubert. Das liegt zum einen an der wunderbaren Geschichte des Spiels, zum anderen vermutlich auch am schönen Soundtrack :engel: . Ich zumindest hab die vier einhalb Stunden, die das Spiel etwa dauert, fast pausenlos geweint, weil ich so gerührt war :celebrate: .
Von daher kann ich To the Moon nur jedem ans Herz legen, der sich auch mal auf ein etwas ungewöhnlicheres Spiel einlassen kann.

[GW2] Erstes Beta Wochenende

Endlich komme ich dazu meinen Bericht vom ersten Beta Wochenende für die Vorkäufer von Guild Wars 2 zu schreiben. Ein paar kurze Stichpunkte zum Spiel habe ich euch schon ja in meinem letzten Artikel geliefert.

Erst noch einmal kurz etwas zur Performance. Wie gesagt war der Start eher holprig, aber ab Samstag früh lief dann alles wunderbar. Hatte danach noch ein paar DCs und dann und wann mal ein bisschen Lagerei, aber wirklich nichts Wildes. Da bin ich von Blizzard nach größeren Patches Schlimmeres gewohnt – und von allen Betas, die ich inzwischen gespielt habe, war das wohl diejenige, die am Besten lief. Großes Lob dafür!
Eine weitere Sache, die mir positiv aufgefallen ist, ist dass ArenaNet sich über Facebook und Twitter wirklich redlich bemüht haben, den Leuten zu helfen, bei denen trotzdem Probleme auftraten. Fand ihr Engagement einfach super :) . Zudem gab es während des Spiels immer kleine Umfragen, wo man die persönliche Geschichte oder ein bestimmtes Ereignis bewerten sollte (siehe Screenshots). Auch das hab ich bisher in noch keiner Beta so erlebt und ich hoffe sehr, dass ArenaNet etwas mit dem Feedback anfangen kann und die eine oder andere Sache, die vielleicht noch nicht so toll lief, noch verbessert wird.

Am Wochenende habe ich um die 20 Stunden gespielt und dabei eine Mensch Necromantin auf Level 17 und eine Norn Waldläuferin auf Level 13 gebracht. Dabei habe ich die persönliche Geschichte der Necro soweit komplett abgeschlossen, wie es in der Beta ging, bei der Waldläuferin habe ich einen großen Teil davon erledigt, aber nicht alles. Ich habe weder PvP noch die Berufe getestet, sondern habe mir die drei Startgebiete angesehen, bei den Menschen auch das Gebiet ab Stufe 15 – und natürlich die persönliche Geschichte gespielt und die Gegenden erkundet.

Was mir als erstes aufgefallen ist: Tyria ist wunderschön. Das fängt schon bei der Charaktererstellung an. Man hat wirklich hübsche Frisuren bei den Frauen – und die Haare bewegen sich sogar :3: . Am meisten beeindruckt haben mich allerdings die Städte. Ich habe noch in keinem MMO bisher so wunderschöne und vor allem riesige Städte gesehen, einfach nur wow. Und auf meinem PC läuft auch alles auf den höchsten Einstellungen – wunderbar.

Eine weitere Sache, die ich unglaublich toll fand: Tyria ist lebendig. Durch die ganzen Ereignisse ist überall etwas los. Teilweise wollte ich nur rasch zu dem Ort, wo meine persönliche Geschichte weitergeht, allerdings bin ich auf den Weg an ein paar Ereignissen vorbei gekommen und konnte gar nicht anders, als dort mitzumachen und mitzuhelfen. Da die bösen Zentauren immer wieder mal Farmen oder Stützpunkte angegriffen haben, hatte ich einfach auch das Gefühl ich “muss” da jetzt helfen, damit sie die armen NPCs nicht töten :) . Obwohl das natürlich albern ist, zumal man die NPCs auch rezzen kann.

Übrigens auch eine der Sachen, die einfach genial ist. Jeder Charakter kann rezzen, je mehr Leute einen Charakter oder NPC wiederbeleben, umso schneller ist er wieder am Leben. Außerdem werden tote NPCs und Spieler auf der Map angezeigt – so dass man hingehen und sie ins Leben zurückholen kann. Und ja das Ganze funktioniert, wenn man jemanden tot liegen sieht, geht man hin und rezzt ihn. Und das ist meiner Meinung auch das Beste an Guild Wars 2: Spieler werden nicht dafür bestraft, wenn sie miteinander spielen – also fangen sie an miteinander zu spielen. Das ist einfach großartig. Ich bin in MMOs eher jemand der alleine levelt und der sich auch recht häufig über asoziales Verhalten anderer Spieler ärgert. Ich hab das ganze Wochenende mit anderen Menschen zusammen gespielt, einfach weil es nur Vorteile hat – und mir ist niemand negativ aufgefallen. Ich habe andere Spieler gerezzt, andere Spieler haben mich gerezzt. Wenn ich kurz vor dem Draufgehen war, haben mir andere Spieler geholfen, ich habe andere Spielern geholfen, wenn sie halb tot waren – und dafür musste ich nicht mal mit ihnen in einer Gruppe sein, da alle hilfreichen Zauber auf die Gegend gehen. Es war einfach toll – und eine Erfahrung die ich bisher noch in keinem anderen MMO so machen konnte :3: . Alleine dafür liebe ich Guild Wars 2.

Eine weitere Sache, die mir gut gefallen hat: ich fand die Ereignisse relativ abwechslungsreich. Ich habe Bier getestet, Futter an eine Stelle getragen und musste dabei fiesen Häschen ausweichen, ich habe Fische gefangen und damit Bärenbabys gefüttert, mit Baby Schneeleoparden gespielt, Kühe mit Heu gefüttert, Ettins überzeugt mir zu helfen, Äpfel für einen Kuchen gesammelt, Krebse in Fallen gelockt… Natürlich habe ich auch jede Menge gekämpft, aber wenn ich da an andere Spiele denke, gab es hier wesentlich mehr Abwechslung. Außerdem hat man wirklich teilweise das Gefühl, dass es einen Einfluss auf die Welt hat, was man so gemacht hat. An einer Stelle haben wir es nicht geschafft eine Stelle gegen angreifende Zentauren zu halten. Damit war der Portpunkt weg und die Zentauren haben die Bauern in der Umgebung verschleppt und die Felder in Brand gesteckt – bis wir sie dann glücklicherweise vertreiben konnten. Das hat so viel Spaß gemacht :) .

Auch die persönliche Geschichte war interessant. War etwas traurig, als wir mit unseren Menschen, das Ende für den Beta Test erreicht haben. Da Thorsten bis auf eine Angabe – wir wollten beide in den Zirkus – unterschiedliche Antworten bei seiner Charaktererstellung gemacht hat, hatte er auch zum großen Teil eine andere Geschichte als ich, die ich aber miterleben konnte, weil ich bei ihm in einer Gruppe war. Das hat mir sehr gut gefallen.

Was für mich außerdem ein ganz neues Gefühl in einem MMO war, das Leveln ist nicht mehr die Hauptsache. Gerade durch Thorsten, der immer das Endgame sehen will, habe ich in den MMOs bisher recht schnell gelevelt. Das Bedürfnis hatten wir beide in Guild Wars 2 nicht. Das Leveln wurde ziemlich zur Nebensache, oft war mir gar nicht klar, welche Stufe ich gerade habe. Dadurch, dass man im Level zurückgestuft wird, wenn man in ein niedrigstufigeres Gebiet kommt, werden die Kämpfe und Aufgaben nicht trivial. Ein sehr gutes System. Soweit ich weiß ist auch das Einzige, wofür man eine bestimmte Stufe haben muss, die persönliche Geschichte und die Instanzen. Aber man kann in der ganzen Welt so viel erleben, dass man nicht auf Teufel komm raus leveln muss. Zumal man durch so viele Sachen Erfahrung bekommt, dass die Level teilweise nur so dahin rasen – besonders wenn man viele Ereignisse mitmacht und dabei noch neue Wegpunkte entdeckt.

Ihr merkt schon, ich bin etwas verknallt in Guild Wars 2 :engel: . Trotzdem gab es natürlich auch ein paar Sachen, die ich nicht so toll fand.
Die Schwierigkeit bei den persönlichen Geschichten war nicht gleich. Während ich die Quests bei meinem Menschen teilweise mit vier Leveln unter dem angegebenen erledigt habe, hatte ich mit meiner Norn ein paar Mal Schwierigkeiten die Quest mit dem angegebenen Level zu erledigen. Eines hätte ich ohne Thorstens Hilfe gar nicht geschafft, weil die NPCs, die mir helfen sollten, jedesmal gestorben sind, und so blöd lagen, dass ich den Boss am Po hatte, wenn ich sie rezzen wollte.
Dazu war mein Pet bei meiner Waldläuferin leider ziemlich nutzlos. Das dumme Vieh ist wirklich andauernd gestorben. Bis zu dem Punkt, wo es mir irgendwann zu blöd wurde und ich das Tier auf passiv gestellt habe – und auch nicht mehr gerezzt habe, wenn es gestorben ist – und ja es ist mir selbst auf passiv dauernd gestorben :( .

Die nervigste Sache waren jedoch die Überlauf Server. An sich ist die Idee genial. Ist der eigentliche Heimserver voll, kommt man in die Warteschlange und kann so lange auf einem Überfluss Server spielen, der sich vom eigentlich Heimserver nicht unterscheidet, außer dass man nicht mit seinen Freunden reden kann. Wenn dann Platz ist, kann man zu seinem eigenen Server reisen – alle Fortschritte, die man auf dem Überfluss Server gemacht hat, werden auf den normalen Server übertragen. Das alles funktioniert auch großartig, allerdings kommt man in einer Gruppe nicht automatisch auf den selben Überlauf Server wie die anderen Gruppenmitglieder. Das hat dazu geführt, dass ich am Wochenende mehr ohne Thorsten, als mit ihm gespielt habe, da wir dauernd auf anderen Servern waren. Das ist natürlich dumm, wenn man eigentlich zusammen spielen will ;) .
Aber ich bin guter Dinge, dass diese Dinge vor der Veröffentlichung das Spiels noch geändert werden. Gab jede Menge Feedback dazu im Forum und da ArenaNet seine Spieler ernst nimmt, werden sie sich sicher darum kümmern.

Außer diesen drei Dingen, hab ich wirklich nichts gefunden, über das ich meckern könnte – und ich bin eigentlich nicht so leicht zufrieden zu stellen ;) . Ich freue mich riesig auf die Veröffentlichung des Spiels, bereue es absolut nicht, mir das Spiel gekauft zu haben, ohne dass ich es einmal gespielt hatte. Ich war am Montag fast schon etwas traurig, als die Server runtergefahren wurden. Ich hoffe das nächste Beta Wochenende lässt nicht lange auf sich warten – und wir dürfen dann auch mal die Asura und die Sylvari ausprobieren :) .


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